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Bayern: Umfrage zur Energiewende (30.11.2017)

Bayerische Hausbesitzer wollen Modernisierungsförderung für Heizungen beibehalten

Rund 61 Prozent der Ein- und Zweifamilienhausbesitzer in Bayern stimmen für die Modernisierungsförderung für Brennwerttechnik. Das zeigt eine aktuelle GfK-Umfrage zu politischen Maßnahmenideen im Rahmen der Wärmewende im Auftrag des Instituts für Wärme und Oeltechnik e.V. (IWO).

Diese Einstellung deckt sich mit der aktuellen Landespolitik, jedoch nicht mit der Diskussion auf Bundesebene. „Bisher wird die Modernisierung mit Brennwerttechnik vom Bund bezuschusst. Laut Plänen des Bundeswirtschaftsministeriums soll diese Förderung aber bis 2020 enden“, erklärt Andreas Maier, IWO-Repräsentant für Bayern. „Bisher ist das 10.000-Häuser-Programm mit dieser Förderung kombinierbar. Ohne sie müssten bayerische Sanierer deutlich mehr Geld für Ihre neue Heizung aufbringen“, führt Maier weiter aus.

Eine neue Öl-Brennwertheizung kostet etwa 10.000 Euro. Der Bund fördert aktuell mit 10 Prozent, also rund 1.000 Euro. Das Bayerische Wirtschaftsministerium gibt pauschal 500 Euro dazu. In Vergleich zu einem alten Ölkessel spart eine Öl-Brennwertheizung bis zu 30 Prozent Energie und damit CO2 ein: Häufig die effektivste Maßnahme und ein kostengünstiger Einstieg in die Energiewende für über eine Million bayerische Haushalte, die Heizöl nutzen. „Bestehende Ölheizungen mit Brennwerttechnik zu modernisieren, ist auch deshalb sinnvoll, weil darauf weitere Klimaschutzmaßnahmen aufbauen können. Das betrifft die Einbindung erneuerbarer Energien sowie perspektivisch die Verwendung neuer, treibhausgasreduzierter Brennstoffe. Insofern gibt es auch keine Lock-InEffekte“, berichtet Maier.

Staatliche Vorgaben bei der Wahl des Heizsystems lehnt eine überwältigende Mehrheit ab. Solche Maßnahmen sind in Bayern nicht vorgesehen, werden aber in anderen Bundesländern diskutiert. In BadenWürttemberg ist sogar bereits ein entsprechendes Gesetz in Kraft. Rund 90 Prozent der Ein- und Zweifamilienhausbesitzer in Bayern lehnen solche Vorgaben ab und möchten über ihr Heizsystem frei entscheiden können. „Den einfachen Kesseltausch nicht mehr zuzulassen, könnte einen Modernisierungsstau auslösen, wie wir ihn in Baden-Württemberg bereits beobachten können“, erklärt Maier.

























Eine andere Idee, die sich in Diskussionen zur Energiewende wiederfindet: Höhere Steuern auf Benzin, Diesel und Heizöl, um erneuerbare Energien preislich konkurrenzfähig zu machen. 80 Prozent der Befragten befürchten dabei, dass die Kosten für Wohnen und Mobilität auf dem Land steigen und vor allem Haushalte mit geringen Einkommen belastet werden. In Bayern nutzt mehr als jeder Dritte eine Ölheizung und wäre damit auch durch höhere Nebenkosten von einer solchen Steuererhöhung betroffen. Auch Pendler wären durch höhere Kraftstoffpreise zusätzlich belastet.

Das IWO setzt auf technologieoffene Förderung und Forschung. Förderungen erleichtern Hausbesitzern Modernisierungen. Durch komplizierte Anträge und uneinheitliche Maßstäbe in Bund und Ländern entsteht jedoch oft Verunsicherung – bezüglich der besten Technik und der Förderfähigkeit von Modernisierungsmaßnahmen. „Daher setzen wir uns für einheitliche und einfache Förderrichtlinien ein, die alle Maßnahmen mit einbezieht, die helfen, CO2 bei der Wärmeversorgung einzusparen. Mit der Installation einer modernen Brennwertheizung ist dafür schon ein großer Schritt getan“, so Maier. Das 10.000-Häuser-Programm ist ein erfolgreiches Beispiel, wie dies gelingen kann.

Für eine klimafreundliche Zukunft soll dies aber nur ein erster Schritt sein: Durch die verstärkte Kombination mit erneuerbaren Energien und die Entwicklung neuer, treibhausgasreduzierter Brennstoffe könnte dann nach und nach ein zunehmend klimaneutraler Gebäudebestand erreicht werden.



Quelle: Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)

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